Die Weltkriegsgeschichte

In meiner Familie sind die beiden Weltkriege allgegenwärtig. Mein Urgrossvater Heinrich, er nannte sich selber in seinen Liebesbriefen an meine Urgrossmutter Anna Henri, hat den ersten Weltkrieg am eigenen Leib erlebt. Er war lange im Dienst und schrieb Anna viele Briefe. Ich kann nicht ermessen, wie schlimm die Ungewissheit und die Angst für die beiden Menschen gewesen sein muss. Heinrich war 1889 geboren und war gerade mal 25 Jahre alt, als der Krieg begann. In diesem Alter kriegt man eigentlich Kinder. Da tut man keinen Dienst an der Waffe. Er war an den verschiedensten Orten in der Schweiz stationiert und seine Briefe an seine Eltern und Anna lesen sich wie eine schöngefärbte Ferienreise, die doch vieles verschweigt. Mein Grossvater Walter wurde 1924 geboren, als mein Urgrossvater schon 35 Jahre alt war, Anna nur wenig jünger. Zu diesem Zeitpunkt hatten sie schon ein Kind, meine Grosstante Nelly verloren. 1947, kurz nach Kriegsende stirbt Anna an Brustkrebs.

Mein Grossvater wurde mit knapp 20 Jahren im Jahre 1944 eingezogen. Er war unterernährt und krank. Der zweite Weltkrieg war für ihn ein einziges Desaster. Er hat nie über das gesprochen, was er erlebt hat, doch einige Erzählungen lassen mich daran denken, dass er sehr wohl reflektiert hat, was passiert ist. Meine Mutter erzählte mir, dass er sie einmal heillos verprügelt hat, als sie es wagte, seine Sammelbände „Der zweite Weltkrieg“ von Reader’s Digest anzuschauen. Sie war sehr geschockt und weinte. Mein Grossvater wurde rasend.

Es scheint mir heute, als hätte er mit dem Kauf dieser Bücher den Fluch dieses Krieges festhalten wollen. Er würde sich anschauen können, was wirklich passiert war, doch er wollte es niemandem sonst zumuten. Diese Bücher waren für Paula, meine Mutter und mich tabu.

Obwohl… er hat mich anfangs der 90er immer wieder ermutigt, ich war vielleicht 12 oder 13 Jahre alt, mich mit dem Krieg zu befassen. Ich sollte begreifen, was passiert war. Ich war seine Hoffnung. Sein Bedürfnis, mit mir über das, was passiert war, zu sprechen, war gross. Ich habe so vieles nicht verstanden und bereue es, dass ich seine Worte nicht mehr weiss.

Warum ich beim Räumen des Hauses eine Broschüre von Yad Vashem entdeckte, kann ich nicht zuordnen. Mein Grossvater war bestimmt nie in Israel, auch Paula nicht. Allerdings war Heinrich in zweiter Ehe mit Rosa verheiratet, die während oder nach dem Krieg aus Berlin floh. Ihr erster Mann ist aus ihren Fotoalben verschwunden. Vielleicht finde ich im Haus noch mehr Spuren, die meinen Verdacht bestätigen.

Die Bücher meines Grossvaters stehen noch immer in dem Regal, in welchem sie bei seinem Tode standen. Obwohl Paula mich gebeten hat, alles mitzunehmen, brachte ich es nicht übers Herz, diese Bücher anzufassen.

Träume vom Haus

Im Moment ist es zu kalt, um sich länger im Haus aufzuhalten. Ich träume fast jede Nacht vom Haus, von der Wiese und den Räumen, die ich renovieren will.

Früher liebte ich den Winter sehr. Ich mag den Schnee. Ich liebe Langlaufen. Doch momentan halte ich es fast nicht aus. Ich wünsche mir den Frühling herbei. Ich will im Garten arbeiten. Ich möchte mir endlich einen Rasenmäher kaufen.

Ich denke daran, wie ich als Kind ums Haus getollt bin. Damals stand noch der grosse Hundezwinger aus rostigem Metall da. Ich mochte das Gefühl des Zerfalls. Mein Grossvater legte grossen Wert darauf, dass nichts am Haus verändert oder gar repariert wurde. Manchmal denke ich: es ist ein Wunder, dass nie etwas passiert ist.

Paula hat immer geschuftet. Nur ihr ist es zu verdanken, dass das Haus nicht zerfallen ist. Sie hat es geputzt, heimlich Reparaturarbeiten vorgenommen und nach Walters Tod einige Zimmer sanieren lassen.

Das Bad sieht noch immer gleich aus wie damals, als meine Urgrosseltern hier lebten. Die Küche hat nach wie vor nur fliessend kaltes Wasser. Paula hat den Kachelofen sanieren lassen. Leider konnte sie ihn die letzten Monate, als sie noch im Haus lebte, praktisch nicht mehr selbst befeuern.

Als ich im November räumte, fielen mir die grossen, dicken Balken auf. Sie müssen über 100 Jahre alt sein. Das Haus ist stark. Ich hoffe so sehr, dass unsere Geschichte einen gemeinsamen Verlauf nimmt.

Neujahr mit Paula und Walter

Manchmal durften wir Kinder am 25. Dezember bei den Grosseltern bleiben. Die Tage bis Neujahr verbrachten wir mit Spielen (mit den Puppen, der Märklin-Eisenbahn unter strenger Aufsicht Walters, Briefmarken einordnen, Vogelfutter sortieren, Malen, schreiben, lesen) und Fernseh schauen. Da das Haus bis heute keine moderne Heizung hat, sondern via Holzofen in der Küche geheizt wird, war es sehr kalt. Wir trugen mehrere Pullover, warme Socken und froren aber trotzdem immer. Ich werde den Geruch von brennendem Holz und Tomaten-Spaghetti nie mehr vergessen. Paula kochte wahre Festmähler für uns: ihr legendäres Voressen, dessen Rezept ich leider nicht kenne, Rösti mit Spiegelei und Kuhfladenspinat und Buchstabensuppe.

An Silvester schauten wir alte Filme und hörten zu, wenn die Grosseltern über längst vergangene Zeiten sprachen. Während der Neujahrsböller kümmerten wir uns alle um Barri, den Hund, der furchtbare Angst hatte. Opa fürchtete immer, das Haus könnte anfangen zu brennen.

Am Neujahrsmorgen standen wir rechtzeitig auf, um in der engen, getäferten Stube das Neujahrskonzert zu hören. Ich erinnere mich an das Konzert von 1993, das wir zusammen erlebt haben. Mein Grossvater, ganz der Musiker von früher, obwohl er mangels Zähnen längst kein Blasinstrument mehr spielen konnte, war in seinem Element. Er dirigierte, kommentierte und summte mit, tanzte sogar kurz ein wenig mit Paula. Diese beschwerte sich jeweils, wenn er zu viel redete, während sie doch die Musik geniessen wollte.

Seither schaue ich das Konzert und schwelge für kurze Momente in meiner Kindheit, denke an meine Grosseltern und vermisse sie. Ich bin dankbar für all die Liebe, die sie mir entgegen gebracht und für alles, was sie mir fürs Leben mit gegeben haben.

Was für ein bewegtes Jahr!

Anfangs Jahr fürchtete ich mich sehr vor dem, was mir dieses 2013 bringen würde.

Meine Aufgaben wurden nicht weniger. Ich kümmerte mich nach wie vor um Paulas Haus, die Wiese, das Gehölz. Ich versuchte teilweise das Haus zu räumen, defektes Zeugs zu entsorgen. Ich mähte zum ersten Mal die Wiese. Ich schnitt den Goldregen und befreite ihn von den alten Ästen.

Der Winter dauerte aussergewöhnlich lange und ich war mehr als einmal froh, dass Paula nicht mehr in ihrem Haus lebt, sondern betreut wird. Der Toggenburger Winter ist hart!

Im Mai wurde Paula 85 Jahre alt. Wir feierten diesen Tag, indem wir gemeinsam ins Haus gingen. Paula war berührt und froh, dass sie danach wieder „nach Hause“ ins Pflegeheim gehen konnte.

Paula stürzte im Spätsommer im Pflegeheim, brach sich Knochen und erholte sich aber rasch wieder. Zwar musste sie einige Zeit mit dem Rollator herum laufen, doch mit ihrer aufgestellten und nach vorne gerichteten Art und der Unterstützung durch die aufmerksamen und liebevollen Pflegenden, schaffte sie diese schwierige Situation in der ihr eigenen Art.

Immer wieder treffe ich Menschen, die wie ich Angehörige von Menschen mit Demenzerkrankungen sind. Das Gespräch und der Austausch mit ihnen tröstet mich, denn ich bemerke immer wieder von neuem: wir sind nicht alleine. Es ist so immens wichtig, sich nicht zu verstecken, sondern über die Erfahrungen, Erlebnisse und manchmal auch sehr traurigen Begebenheiten zu sprechen. Wer schweigt, vereinsamt.

Ich bin gespannt, was 2014 mit sich bringen wird und ob sich meine Träume erfüllen. Ich bin neugierig und ängstlich, wie sich Paulas Gesundheitszustand entwickeln wird. Ich wünsche ihr so sehr, dass es ihr gut geht, sie nicht leiden muss und zufrieden ist.

der #paulablog ist nominiert bei #blogger2013

Sehr überrascht habe ich zwischen gestern nacht und heute morgen im Frühdienst zur Kenntnis genommen, dass http://www.demenzfueranfaenger.wordpress.com aka #paulablog bei #blogger2013 in der Kategorie „bestes Tagebuchblog“ nominiert wurde. Ich freue mich sehr darüber, dass so viele liebe Menschen meinen Blog und meine Erlebnisse mit Paula so toll finden, dass es zu einer Nominierung gereicht hat. Vielen Dank an alle, die für meinen Blog abstimmen! Ich umarme Euch und drück Euch alle ganz fest!

Nachtrag:
Mit noch grösserer Überraschung, Freude und Rührung möchte ich all jenen danken, die für den #paulablog abgestimmt haben. Danke! ❤

Silvester 1996

An Silvester 1996 erinnere mich noch sehr gut. Einige Tage zuvor hatte ich meinen Opa besucht. Er lag zuhause in seinem Bett und wartete auf den Tod. Wir haben jeden Tag telephoniert. Er war müde, aber zuversichtlich. Mir schien, als wartete er auf einen Zug, der zu einem unbestimmten Zeitpunkt ankommen und ihn mitnehmen würde. Es hing eine unausgesprochen angespannte und erwartungsvolle Stimmung in der Luft.

Ich konnte das alles, seine Krankheit, sein Sterben, irgendwie nicht einordnen. Ich hatte zwar begriffen, dass Opa nicht mehr lange lebt, aber irgendwie wollte ich das nicht zur Kenntnis nehmen. Wir haben miteinander gesprochen und uns ein gutes neues Jahr gewünscht. Das heisst: geredet habe ich mit Paula, die den Hörer des alten Telephonapparats in Richtung von Opas Bett hielt. Seine Stimme klang zart und müde.

Ich wusste damals nicht, was 1997 mit sich bringen würde. Ich hatte keine Ahnung, was das Leben mit mir vorhaben würde. Ich würde 20 Jahre alt werden. Meine Zahnspange würde entfernt werden. Ich würde David Bowie am Openair sehen. Dass das neue Jahr mit Opas Tod am 7. Januar beginnt, wollte ich nicht wissen.

Heute bin ich 36 und ich denke an meinen Opa zurück. Nächstes Jahr wäre er 90 Jahre alt geworden. Was würden wir reden? Wie wäre sein Blick, der eines Menschen, der einen Weltkrieg miterlebt hat, auf die Welt von heute? Was würde er zu meinem Leben sagen? Wäre er stolz auf mich?

Ich nehme mir seit seinem Tod keine Vorsätze mehr. Ich habe Wünsche: Ich wünsch‘ mir, dass ich das Haus meiner Familie kaufen und umbauen kann. Ich wünsch‘ mir, den Garten meiner Urgrosseltern zu neuem Leben zu erwecken, die Rosen zu hegen, die Wiese zu mähen und die Johannisbeerplantage zu pflegen. Ich wünsch‘ mir, dass das Haus meiner Familie wieder aufblüht und zu einem Treffpunkt von Menschen wird, die mir am Herzen liegen. Das ist alles.

Christbäume und Kugeln.

Wenn ich an Christbäume denke, so kommen mir immer wieder jene meiner Kindheit in den Sinn. Mein Vater holte jeweils einen im Wald. Manchmal stand der Baum dann einige Tage auf unserem Balkon, wo ich ihn ansah, als wäre er ein zukünftiger Freund der Familie. In meiner Erinnerung sind die Bäume immer riesig.

Das Schmückungsritual verlief, natürlich, immer gleich: Meine Mutter schmückte mit vier Kugeln, auf denen die Muttergottes, das Jesuskind und auch der Josef abgebildet waren, die obersten vier Äste. Anschliessend durfte ich als Ältere mit Mutter weitere Kugeln aufhängen. Am Schluss kamen die Christbaumschöggeli. Der Baum war jeweils kunterbunt.

In meiner Erinnerung sind alle Bäume bunt und prächtig. Aufgestellt auf einer edlen Decke, darunter die Krippe, später die Geschenke in bunten Papieren. Alles hatte seine Ordnung.

Meine Christbäume sind noch immer bunt. Allerdings habe ich keinen richtigen Baum mehr in meinem Haus, weil es mir heute das Herz bricht, wenn die Tanne langsam stirbt. Ich liebe Tannen.

An meinem bald 20jährigen Baum hängen Kugeln von mittlerweile vier Generationen: da sind die silbernen Herzkugeln und die fragile Spitze von Uropa Heinrich und Rosa, ja vielleicht auch noch solche meiner Urgrossmutter Anna, diejenigen von Paula, die Muttergotteskugeln meiner Mutter und meine eigenen.

Längst existieren nicht mehr alle Kugeln. Von den vier Kugeln, die ich als Kind so sehr geliebt habe, und die ich immer den Himmelsrichtungen entsprechend ausgerichtet habe, sind zwei kaputt. Am Ende der Ehe meiner Eltern wurde meine Mutter so wütend, dass sie den Christbaum und einen Teil der Kugeln zerstört hat.

Vielleicht brauche ich deshalb heute meinen friedlichen Baum aus Plastik, weil ich den echten Baum und seinen erinnerten Geruch nur schwer ertrage.

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Das Weihnachtsessen

Ich gebe es unumwunden zu; ich hatte gestern Angst.
Der Gedanke, ins Toggenburg zu fahren, zu Paula, bereitete mir grosses Magenweh. Schon wieder ein Abend, den ich nicht zuhause verbringen würde. Eine Stunde hin. Eine Stunde zurück. Und heute würde ich einen langen Tag haben.

Alles Ausreden. Das weiss ich jetzt.
Ich hatte Angst, Paula zu sehen, weil ich mich nur schwer daran gewöhnen kann, dass ihr Weg ein anderer ist als meiner.

Wir fahren als ins Toggenburg, vorbei am Haus. Die beleuchteten Strassen heimeln mich an. Es ist wie in meiner Kindheit. Nur das Haus ist dunkel.

Im Pflegeheim steht Paula. Sie sieht überrascht aus, sagt, uns hätte sie ersehnt, aber nicht erwartet. Die alten Menschen, die nicht immer zufrieden wirken, sehen für einmal entspannt aus. Viele Verwandte sind eingetroffen, sitzen da neben ihren betagten Eltern oder Grosseltern. Die Stimmung ist herzlich.

Wir kriegen Wein, Paula trinkt Traubensaft. Dann gibt es mehrere Gänge zu essen, von denen einer besser ist als der andere. Das Essen ist schmackhaft, gut zu zerkauen. Mir fällt auf, dass Paula Mühe hat, Besteck zu benutzen. Ein nächster Schritt.

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Sie, die immer so auf Manieren geachtet hat, streicht mit den langen, schönen Fingern auf den Tellern herum, leckt sich Schoggisauce von den Fingerkuppen. Sie kennt auch die Funktion der Serviette nicht mehr. Ich helfe ihr. Sie hat ein wenig Mühe zu schlucken. Eigentlich mag sie nach der Vorspeise nicht mehr essen. Doch da ihr weiter freundlich Essen angeboten wird, isst sie. Einmal würgt sie. Sascha sagt ihr, dass sie nicht essen muss, wenn sie nicht mehr mag.

Mag sie noch? Oder ist der Gedanke, dass Essen auf unseren Tellern verdirbt, nicht unerträglich für sie, einen Menschen, der als Kind Hunger leiden musste?

Am Tisch nebenan sitzt ein kleines Kind. Paula ist hin und weg. Sie macht Faxen und freut sich riesig. Auch als das Kind zu kreischen beginnt, verliert sie ihre gute Laune nicht. Irgendwann blickt sie mich an und meint:
„Sag mal, Mädchen, bist du breiter geworden?“ Sie blickt ungeniert auf meinen Bauch. Was soll ich ihr sagen? Ja. Nein. Ist doch unwichtig.

Ich gehe auf die Toilette. Sascha sagt mir später, dass sie ihn unumwunden gefragt hat, ob ich schwanger sei. Als er nein sagt, entschuldigt sie sich höflich für die Frage. Für den Rest des Abends schaut sie nicht mehr auf meinen Bauch, winkt aber jedem zu, der auch nur in ihre Richtung schaut.

Wir fahren nach Hause.
Am Haus vorbei. Es ist dunkel. Sascha und ich schauen uns an.
„Vielleicht ist es nächstes Jahr um die Zeit beleuchtet.“

Ich bin traurig.

Weihnachten ist die Zeit der glücklichen Gesichter.
Ich bin nicht glücklich.
Am Mittwoch bin ich zum Weihnachtsessen im Pflegeheim mit Paula eingeladen. Es macht mir Angst, dorthin zu gehen, weil ich mich so gar nicht mit der Realität konfrontieren mag. Weihnachten war immer so eine schöne Zeit für mich, als ich noch ein Kind war. Paula wusste Weihnachten zu zelebrieren. Ihr Haus steht leer. Sie ist nicht da. Trotzdem riecht es nach ihr. Es ist so unerträglich. Ich stehe mit einem Bein in der Zukunft und mit dem anderen in der Vergangenheit.

Ich würde so gerne mein Weihnachten anders feiern. Mit den Menschen, die ich liebe. Freunde. Menschen, die mir gut tun und die mir am Herzen liegen. Ich werde arbeiten an Weihnachten, um zu verdrängen, wie einsam ich mich fühle. Ich werde nicht einmal meine eigene Familie sehen.

Ich bin traurig. Ich soll es nicht sein. Schon wieder traurig.
Ich trauere um meine Mutter, die mir gerade um Weihnachten so schrecklich fehlt. Ich trauere um Paula, die mir immer so ein Fels war. Jetzt bin ich ihr Fels und es ist nicht leicht.
Traurig sein ist nicht sexy. Es verstört.

Ich sollte aufgestellt sein.
Aber das schaffe ich nicht. Ich bin schlussendlich auch nur ein Mensch.