Kranksein ohne Paula

Früher, wenn ich krank war, rief ich immer Paula an. Ich schilderte ihr meine Beschwerden, liess mich von ihr trösten und wusste, alles wird wieder gut. Da spielte es keine Rolle, ob ich Grippe, Halsweh oder Bauchweh hatte. Paula bestärkte mich jedes Mal, mir gut zu schauen und nur ja nicht zu früh arbeiten zu gehen, damit ich nicht noch kränker würde. Ich fands immer so schön, jemanden zu haben, der sich so um mich sorgt.

Es fehlt mir heute. Ich liege zuhause mit starken Bauch- und Rückenschmerzen und würde furchtbar gerne ihre Stimme hören. Paula ist im Pflegeheim und hat zwar ein Telephon. Aber benutzen kann sie es nicht mehr selber. Ich hab Angst davor, anzurufen und zu bemerken, dass sie mich nicht mehr kennt.

Ich muss daran denken, wie ich 1986 nach meiner Hüftoperation die Genesungszeit bei Paula verbrachte und kaum laufen konnte. In das Schlafzimmer im oberen Stock konnte ich mit den Stöcken nicht laufen. Die Treppen waren zu steil. Ich hievte mich am Geländer hoch. Wenn ich morgens aufstand, trug mich Paula nach unten. Auf unzähligen Fotos aus Kindertagen hält sie mich in den Armen. Sie war gerade mal 49, als ich zur Welt kam. Sie schaut mich an und ist unsagbar stolz auf mich.

Das ist das Bild, welches ich von Paula und mir habe. Sie war mir immer so eine Art St. Christopherus. Jetzt ist es wohl umgekehrt. Aber ich fühl mich nicht immer stark genug für das, was noch kommt. Ich hab eine verdammte scheiss Angst.

Das Haus verfällt

Langsam zerbröckelt es.
Es ist alt. Nichts hält ewig.
Ich möchte es umarmen.
Aber die Zeit läuft mir weg.
Ich werde so viele Dinge räumen müssen.
Es gibt soviel zu tun.
Ich will verhindern, dass es stirbt.

 

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ein Kellerabteil

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der Kompost

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Uropas Waschbärenstall

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Whatever.

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der Geräteschuppen

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Opas Keller

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Opas Werkzeuge. Unverändert seit 1997

Gang in die Vergangenheit

Das Haus liess mir die letzten Tage keine Ruhe.
Ich schlafe schlecht. Träume immer wieder davon.
Es bleibt mir nichts anderes übrig, als mich meinen Ängsten zu stellen. Letzte Nacht kam mir endlich die rettende Idee.

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Ich fuhr also zum Haus mitsamt einer Schachtel von Photos meiner Urgrosseltern. Ich positionierte mich mit meiner Kamera an jenen Orten, wo sie voneinander Photos gemacht haben. Ich wurde schnell ruhig und zufrieden. Irgendwie bin ich gerade sehr dankbar.

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Nachher bin ich mit Sascha durchs Haus gelaufen. Wir haben uns jeden Raum angesehen und phantasiert, wie er mal aussehen wird, wenn wir hier wohnen.

Da ist mein Büro. Dort wird Saschas Schreibtisch stehen. Unser Schlafzimmer. Unter dem Dach. Im rosa Zimmer wird unsere Bibliothek sein. Im Keller wird unser Seminarraum entstehen mit Blick auf den Bach. Dort wo jetzt alles überwachsen ist, werden Gartenmöbel stehen.

Ich weiss, dass ich Photos aufhängen werde. Ich werde Collagen anfertigen mit Bildern der Menschen, die hier gelebt haben.
Alles wird so sein, wie es gut ist.

 

 

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Alles über Anna

Anna lässt mich nicht los.
Immer wieder hoffe ich, im Haus Spuren von ihr zu finden. Wir haben Ähnlichkeiten. Sie war eine herbe Frau. Sie hat gearbeitet wie ein Tier. Sie liebte Briefe schreiben. Wie meine Mutter auch hat sie ein Kind verloren. Im ersten Weltkrieg liebte sie meinen Urgrossvater Henri. Seine Postkarten hat sie alle schön behalten. Ihre Briefe sind verschwunden.

Anna tauchte einfach auf. Sie war Serviertochter in Herisau, in einem Restaurant, das es wahrscheinlich schon längst nicht mehr gibt.

Ich möchte wissen, wie sie geschrieben hat. Ich möchte erforschen, wo sie gelebt hat. Manchmal träume ich nachts von ihr. Paula, ihre Schwiegertochter, hat Anna nie getroffen. Anna war schon einige Jahre tot, als Walter und Paula sich verliebten. Vielleicht kein Zufall, dass sich Walter nach Annas Tod in Paula verliebte.

Paula erzählte mir, dass sie manchmal davon träumte, dass Anna sie holen kommt, wenn sie stirbt. Sie sagte: ich sah eine sehr dünne, zerbrechliche Frau in einem Leiterwagen. Sie trug ein schwarzes Kleid.

Vom schwarzen Kleid hab ich auch schon geträumt. Vielleicht liegt es irgendwo in einer Kiste im Haus und wartet auf mich.

Hausträume

Letzte Nacht träumte ich mal wieder einen jener absolut verwirrenden Träume vom Haus.

Ich half Sachen aus dem Haus tragen. Es sollte geräumt werden. Eine grosse Mulde, Lastwagen standen vor dem Eingang, und das, obwohl kein Durchkommen durch die schmale Gasse wäre!

Seltsames geschieht: an mir fliegen Trachten, Herrenanzüge, Sommerkleider aus längst vergangenen Zeiten vorbei. Sie scheinen lebendig, stehen aber doch nur für die Geister meiner Vorfahren. Ich bin irritiert.

Dann bemerke ich, was im Traum geschieht: das Haus wird an jemand anderen als mich verkauft. Alles wühlt sich auf.

Die Sehnsucht ist gross.
Ich sehne mich nach den Schneeglocken im Garten. Ich will den Tulpen beim Wachsen zusehen. Ich träum davon, mich mit der Katze an der Sonne zu aalen. Ich will in meinem Büro unter der Treppe sitzen und schreiben. Sogar den Estrich will ich erforschen. (ich hoffe, da sind nicht zu viele Spinnen!)

Ich würde gerne in der Küche für Freunde kochen. Im Garten grillieren. Hühner züchten, Zucchetti essen aus eigenem Anbau.

Doch jetzt sehe ich zu, wie die Gartenbank meiner Urgrosseltern langsam verfault. Die Wiese wächst. Die Hortensien werden blühen. Sie tun es ohne mich. Ich steh daneben und neben mir. Das nicht-dortsein verfolgt mich bis in die Träume und raubt mir meine Zufriedenheit.

Warum nur?
Wie kann es sein, dass ich so tiefe Sehnsucht nach diesem einen Haus habe?

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Karriere machen

Als ich noch ein kleines Mädchen war, wollte ich den gleichen Beruf wie meine Oma ergreifen. Sie war Kioskfrau!
Es gab damals nicht schöneres für mich, als sie bei der Arbeit zu begleiten, Zigarettenpäckli einzuordnen, Stangen, Heftli schön in die Regale zu legen. Alles musste gut aussehen. Ich liebte es über alles!

Paula erzählte mir, dass es nicht ganz einfach war, um 1948 als Frau überhaupt einen Beruf zu ergreifen. Sie durfte nämlich, im Gegensatz zu Bibi und Hadi nicht in eine Berufslehre einsteigen. Ihr Weg war sozusagen vorbestimmt: als jüngste Tochter sollte sie für die alten Eltern sorgen.
Aber Paula gab nicht auf. Sie begann ihre Karriere in einer Strumpffabrik. Sie hat nicht oft darüber gesprochen, was sie da alles tun musste. Nur für etwas hatte sie klare Worte: die Arbeit hat ihr die Augen verdorben. Sie trägt seither eine dicke Brille.

Paula heiratete meinen Grossvater, wurde schwanger und brachte meine Mutter auf die Welt. Sie suchte eine neue Arbeit.

Paula erhielt einen Job bei Oscar Weber. Sie durfte Botengänge erledigen. Oscar Weber war damals ein grosses, tolles Kaufhaus. Sie wurde von einer Kundin um Rat beim Kauf einer Strumpfhose gefragt. Paula, hilfsbereit wie sie war, beriet die Kundin. Als sie die Kundin an der Kasse einer ausgebildeten Verkäuferin übergeben wollte, bemerkte Paula, dass der Chef ihr die ganze Zeit zugesehen hatte. Er forderte Paula auf, an die Kasse zu gehen und die Kundin zu Ende zu bedienen. Daraufhin wurde sie sofort als Verkäuferin angestellt.

Paula arbeitete fürs Leben gerne als Verkäuferin. Sie mochte grosse Warenhäuser, Haushaltsabteilungen, Mercerien und Strumpfabteilungen. Als meine Mutter heiratete, übernahm Paula einen Kiosk, den sie mit Kolleginnen betrieb.

Meine Mutter hatte ebenfalls eine An-Lehre als Verkäuferin gemacht, hatte aber immer wieder als Serviertochter gearbeitet Die Arbeit im Kiosk gefiel ihr. Doch dann, als sie mit mir schwanger war, geschah eine schlimme Sache. Ein Stammkunde, den Paula und meine Mutter als freundlichen, aufgestellten Menschen kannten, warf sich im Bahnhof Sirnach vor den Schnellzug, der von Winterthur nach Wil fuhr. Meine Mutter erzählte mir später, dass auf dem ganzen Bahnsteig Blut und Körperteile lagen. Es muss sie so sehr schockiert haben, dass sie danach nie mehr in einem Bahnhofskiosk arbeitete.

Paula hingegen liebte die Arbeit am Kiosk, den Auflauf von Kunden zu jeder Tageszeit, die Geschäftsmänner, die den „Tagi“ oder die „NZZ“ „mit“ kauften.

Die Kioske, in denen Paula einst ihr Geld verdiente, sind mittlerweile alle verschwunden.

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Gartenarbeiten

Ein Blick in meine Agenda genügt. Ich werde wenig Zeit in den nächsten Wochen haben. Das Haus und der Garten rufen aber. Die Bäume und Büsche wollen geschnitten werden. Besonders der uralte Goldregen hats nötig.

So stehe ich im eisigen Nieselregen da und schneide. Ein seltsames Gefühl. Das Haus wirkt einsam, der Winter hat seine Spuren hinterlassen. Doch zum ersten Mal seit Paulas Heimeintritt empfinde ich grosse Freude, wenn ich zu ihrem Haus gehe.

Ich möchte es kaufen und vor meinem geistigen Auge sehe ich den Gemüsegarten, die Johannisbeerplantage, die Terrasse im Sommer. Ich hole die Säge aus dem Kellerabteil, wo mein Büro entstehen soll. Dann schneide ich den Goldregen zu.

Meine Gedanken wandern zu meinem Urgrossvater, der hier Waschbären gezüchtet hat. Was würde er wohl sagen, wenn er mich sähe? Der Goldregen steht neben dem kleinen Stall. Inzwischen ist das Beet überwachsen. Hier lagen einst grosse Steine, auf denen im Hochsommer die Eidechsen ihr Sonnenbad genossen.

Ich schaue auf die Kellertür. Mein Grossvater verbrachte einen grossen Teil seiner letzten Jahre in diesem Keller. Hier hörte er Radio, trank seinen Rosé, rauchte und sägte Holz.

Mir wird mit einem Mal bewusst, wie sehr ich mit dem Haus und seinen ehemaligen Bewohnern verstrickt bin. Ich schaue auf den Bach, der am Haus vorbei fliesst. Wenn es jeweils stark regnet, schwillt er an. mehr als einmal trat er über die Kanalmauern. Aber den Keller meiner Grosseltern hat er offenbar nie überschwemmt.

Hier an diesem Ort verbrachte ich meine Schulferien. Es ist der Ort, wo ich immer glücklich war. Ich liebe dieses Haus, seine Bäume, die Wiese und den Bach so sehr. Vielleicht gehört es im Sommer schon mir. Dann wäre ich eine sehr glückliche Frau.

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Das Haus von hinten.

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Das alte Tor ist zerfallen. Die Katzen streichen gerne dort herum.

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Paula liebte es, Steine auf Schächten zu deponieren.

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Die Kellertüre.

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Mitten im Gelände steht dieser Baum.

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Der Waschbärenstall.

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Das Haus.

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Der alte Goldregen

Überleben.

Mit meinem Opa Walter hatte ich von Kindheit an tiefgründige und politische Gespräche. Er war ein Quell von Anekdoten und Meinungsäusserungen. Es gab keine politische Sendung, die er nicht gerne geschaut hätte. Er liebte 10 vor 10, welche er schnell in seinen Tagesablauf wichtiger Sendungen integrierte.

Walter war 1924 geboren und verbrachte einige Zeit in der Armee während des Krieges. Er hat selten über seine Ängste von damals gesprochen, doch seine Haltung gegenüber kriegerischen Handlungen war immer klar und unmissverständlich. Krieg ist schrecklich. Krieg ist mörderisch.

Doch er hat mir auch von einer anderen Seite erzählt, die ich damals als Kind nicht verstanden habe; der Kameradschaft. Ich fand die Geschichten über das Hochheben männlicher Freundschaften in Zeiten von Kämpfen und Krieg immer etwas unverständlich. Bei der Auseinandersetzung mit dem Buch „die Narben der Gewalt“ habe ich endlich verstanden, wovon mein Opa mir erzählen wollte.

All diese Männer, in einem Alter, wo sie eigentlich arbeiten und studieren sollten, befanden sich im Krieg an der Grenze. Sie hatten Angst. Sie erlebten schreckliche Dinge. Die Verbundenheit, die Freundschaften untereinander hielten sie am Leben.

An der Beerdigung meines Grossvaters nahmen nicht viele Menschen teil. Aber seine Freunde aus der Aktivdienstzeit waren alle da.

Wieder einer, der zu Grabe getragen wird. Wieder einer weniger, der bezeugen kann, wie schrecklich Krieg ist. Wieder einer weniger von jenen, die sich gegenseitig bestärkt haben, dass Weiterleben eine Option ist.

Was mich wirklich wütend macht

Ich bin in Wängi, einem kleinen Thurgauer Dorf, aufgewachsen. Dort liegt auch mein Bruder begraben. Als ich in den Kindergarten und später in die erste Klasse ging, war ich eines von fünf Schweizer Kindern unter 20. Mit mir zur Schule gingen italienische, portugiesische und türkische Kinder. Wir haben uns alle recht gut verstanden, wenn auch die Heimwege manchmal etwas problematisch waren. Im Kindergarten waren wir alle recht anständig zueinander. Doch kaum waren wir raus, haben wir uns gefetzt und geprügelt. Ich konnte dabei nichts schlimmes finden, denn es ging weniger um Nationalitäten, als ums Sein als solches. Die Friedensschlichtungen empfand ich jeweils als gewinnbringend.

Als wir später umzogen, wohnten wir in einem kleinen Dorf fast am Ende der Welt. Hier gab es keine Ausländer. Im Gegenteil. Mit einem Mal waren wir die Eindringlinge, die Ausländer. Ich bekam mit etwa acht Jahren zu spüren, wie es ist, wenn man absolut unerwünscht ist. Ich spreche nicht von grossen Dingen; als Kind sieht man die Welt im Kleinen. Ich hatte plötzlich nichts mehr für mich. Alles musste geteilt werden. Wir wohnten auf dem Gelände einer Schule. Es gab nichts privates mehr. Jemand störte sich an unseren Katzen? Weg damit! Meine Schwester und ich bauten uns eine Hütte. Am nächsten Tag war sie zerstört und niemand konnte was dagegen tun. Nachbarn liessen ihren Rottweiler auf unsere Hühner und Enten los. Er zerfetzte sie. Es geschah nichts.

Als N., ein Flüchtling aus Sri Lanka, bei meinem Vater anfing zu arbeiten, da wurde alles noch schlimmer. Meine Mutter wurde im Laden als Hure beschimpft. Meine Schwester wurde mit Steinen beschmissen. Ich wurde von einem Jungen, der zwei Köpfe grösser war als ich, in die Brüste gekniffen und als Negermädchen beschimpft. Eine Strafe gab es für ihn keine. Ich sollte mich nicht so anstellen.

Das hat mein Bild übers Fremdsein verändert.
Ich fühlte mich ausgestossen. Das Gefühl bleibt.

Als meine Mutter im Pflegeheim lag, wurde sie von jungen albanischen Frauen gepflegt. Diese waren sehr betroffen, weil meine Mutter noch so jung war. Sie crèmten sie ein, pflegten und lackierten ihre Fingernägel. Lange nicht mehr hatte meine Mutter so schön ausgesehen. Ich war gerührt, wie liebevoll und ohne Vorurteile diese Frauen mit meiner Mutter umgegangen sind.

Auch später, als ich Kurse unterrichtete, machte ich die Erfahrung, wie die jungen Pflegenden, die meisten von ihnen sind Migrantinnen der zweiten Generation, an die Sache gehen. Sie sind engagiert, aufgestellt und offen. Ich erinnere mich an eine Diskussion, die mich sehr betroffen gemacht hat. Die jungen Frauen befassten sich mit politischen Parolen. Sie waren geschockt über die Politik der SVP.

Eine Frau fragte mich: „Warum hasst ihr Schweizer uns so?“
Ich konnte keine Antwort geben, denn es gibt keine Antwort auf eine solche Frage.

Viel eher sollte man sich fragen, warum der Fremdenhass hier derart kultiviert wird.

Zwei Familien.

Im Zuge der Diskussionen um die Masseneinwanderungsinitiative musste ich immer wieder daran denken, woher ich eigentlich komme.

Meine Familie väterlicherseits ist urthurgauisch, was auch immer das heissen mag. Die Debrunners stammen aus einem Weiler bei Herdern, haben sich offenbar nie ernsthaft bei Kriegen betätigt und irgendwie überlebt. Der Name „Debrunner“ bedeutet Hirschtränke. Diese Seite macht mich sesshaft. Es ist kein Zufall, dass ich keine fünf Kilometer Luftlinie entfernt vom namensgebenden Weiler „Debrunne“ lebe.

Bei der Familie meiner Mutter verhält es sich total anders. Diese Familie beinhaltet halb Europa: da sind Toggenburger, Appenzeller, St. Galler, Polen, Tschechen, Deutsche, Franzosen und Italiener involviert. Es scheint mir kein Wunder, dass ich von dieser Seite die künstlerischen Fähigkeiten geerbt habe.

Noch weiss ich viel zu wenig von meinen Altvorderen, aber bei einer Sache bin ich sicher: sie waren neuem aufgeschlossen. Anders wäre die Verschmelzung dieser verschiedenen Nationalitäten gar nicht möglich gewesen.