Feiere, wenn es etwas zu feiern gibt

Wenn ich mir die Blogtexte von vor einem Jahr durchlese, bin ich berührt, wie verzweifelt ich damals war. Ich hatte Angst, das Haus und all das zu verlieren, wofür ich so hart gearbeitet und mein Herzblut gegeben habe. Dabei gab es so viele Menschen, die daran glaubten, dass ich es schaffe. Nur ich tat es nicht.

Jetzt sitze ich in meinem Atelier, schreibe, freue mich auf das Ende der Woche, wenn „Demenz für Anfänger“ erscheint und warte auf meinen Geburtstag. Es ist mir noch immer nicht wohl mit diesem Tag. Die Hitze lässt mich dran denken, wie sie mich vier Tage lang länger als geplant in sich getragen hat.

Die Tage vor jenem Tag denke ich sehr oft an meine Mutter und mir wird klar, wie sehr sie mir fehlt. Letztes Jahr habe ich mich gegen ein Fest entschieden, weil ich überhaupt keine Lust auf irgendwas hatte. Dieses Jahr ist es anders. Es gibt soviel zu feiern.

Ich möchte Omi „ihr“ Buch vorbei bringen. Ohne sie wäre so vieles nicht möglich gewesen. Ich bin gespannt, was sie vom Buch hält.

Da ist beispielsweise die Johannisbeerernte. Letztes Jahr hab ich die ganzen alten Büsche geschnitten und dieses Jahr ist der Ertrag um ein mehrfaches höher. Ich werde wunderbaren Likör ansetzen.

Da sind die Hortensienbüsche, deren Wachsen und Blühen ich täglich mitverfolgen kann. Blumen machen glücklich!

Oder der Fact, dass wir nach bald drei Jahren Arbeit den Keller von Unrat und Müll befreit haben. Endlich ist Raum da für neue Ideen und fürs Renovieren!

Dann ist da noch die Tatsache, dass ich mich an meinem neuen Wohnort mit all den Menschen sehr wohlfühle und das Gefühl habe, nach bald 38 Jahren, ein Zuhause gefunden zu haben. Das alles möchte ich mit meinen Freunden feiern.

Ich bin glücklich und dankbar, dass ich lebe.

Der Tag der Mulde

Ich gebe es gerne zu: ich hatte grossen Respekt vor diesem Tag. Den „feuchten“ Keller, Opas Keller und das „Teppichlager“ im alten Abtrittzimmer zu räumen, hätte ich nie alleine geschafft. Meine panische Angst vor Spinnen behindert(e) mich.

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gestern abend. #hierso

Es führte jedoch kein Weg dran vorbei. Da wir als nächstes den feuchten Keller renovieren lassen wollen, mussten wir endlich die angesammelten, defekten und alten Möbel von Omi entsorgen. Einen grossen Teil haben wir während der letzten Monate erledigt. Die sperrigen Gegenstände hingegen rotteten im Keller vor sich hin.

Wir starteten um 7 Uhr morgens. Ganz im Ernst, ich hab mich verflucht, weil das mein freier Tag in dieser Woche ist und heute einer der heissesten werden wird. Ausschlafen wäre eine Option gewesen. Motiviert hat mich allerdings der Gedanke, endlich wieder mehr Raum zu haben. Mich von all dem altem Plunder zu trennen.

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Stand 7.00 Frisur hält.

Opas Keller zu leeren, war seltsam. Seit 18 Jahren, als er starb, war alles unverändert. Heute haben Sascha alles durchgeschaut und defekte Sachen entsorgt. Wir haben noch immer viel Werkzeug. Nun ist aber endlich ein Überblick möglich, weil wir ALLES zusammengetragen haben.

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nur kurze Zeit später

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aus Opis Keller

Wir finden eine Menge brauchbarer Dinge für die Gartenarbeit, die weder verrostet noch verschimmelt sind.

Als nächstes entsorgen wir behandeltes Holz, das seit März neben dem Hühnerstall bereit liegt. Asseln sind wirklich interessante Tiere!

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noch mehr Müll

Das Teppichlager im alten Abtrittzimmer entpuppte sich ebenfalls als Wundertüte. Wir stiessen neben entsorgungswürdigem Güsel auf einen schönen alten Kinderwagen aus den Vierziger Jahren und einen Davoser Schlitten.

Und so haben wir mit einem Mal mehr Platz für unsere weiteren Pläne und können uns ein besseres Bild vom Zustand des Hauses machen.

Stolz bin ich darauf, dass ich es mit Handschuhen geschafft habe, mit Spinnweben versetztes Holz und anderes zu entsorgen. Für jemanden mit meiner Phobie ist das ein wirklich grossartiges Gefühl.

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fast voll

Sommerwind

In einigen Tagen kann ich damit anfangen, die Johannisbeeren zu ernten. Die Rosen sind verblüht. Die Hortensien zeigen in einigen Tagen ihre volle Pracht.

Der Sommer meiner Kindheit war geprägt von der Johannisbeerernte. Omi Paula stand um vier Uhr morgens auf, las die Zeitung und pflückte Beeren. Alles geschah in den frühen Morgenstunden. Bingozahlen, wichtige Gespräche, Gedanken.

Mittags war es für alles zu heiss. Wir hielten uns immer nur im Haus auf. Das Haus kühlte uns. Es ist auch heute noch kühl. Das ganze Toggenburger Haus ist auf die Jahreszeiten ausgerichtet. Im Winter kann man es schnell auf-heizen. Im Sommer aber sind die Räume trotz Südlage kühl.

Es ist wohltuend, abends nach der Arbeit heim zu kommen und ins Atelier zu sitzen, in dem es einfach nur wohltuend kühl, ja kalt, ist. In diesem Haus hat jeder Raum seinen Zweck. Nichts ist falsch gebaut.

Der Fenchel und die Zwiebeln wachsen. Ich denke an Omi. Die Terrasse zerfällt langsam. Früher hat Omi hier Wäsche aufgehängt. Heute liegen wir hier an der Sonne.

Der Bach führt weniger Wasser als auch schon. Meine Sorge gehört den Forellen. Ich hoffe, sie überstehen die Hitze der nächsten Tage.

Die Linde blüht. Ich jäte. Am Freitag entrümpeln wir den Keller. Ich brauche Luft. Eine Tiefkühltruhe. Freiraum.

Renovationsfreuden

Wir sind schon bald fünf Monate hier und haben uns im Haus eingelebt. Nun können wir (endlich) die nächsten Schritte zur endgültigen Entrümpelung planen.

Vor einigen Wochen passierte nämlich folgendes: in unserem Gerümpelkeller, wo noch ein altes Bett und ein zerschlagener Schrank lagern, rieselte gelber Staub von der Decke. Nachdem ich im Dezember im Boden meines Ateliers eingebrochen bin, hatte ich echt Angst, dass uns nun als nächstes gleich die Stube in den Keller einbricht.

Ein Rundgang mit dem Schreiner, der bereits mein Atelier renovierte, zeigte aber anderes auf. Offenbar halten die Balken. Offenbar ist das gelbe Geriesel Sand, der beim Bau des Hauses um 1839 als Isolationsmaterial verwendet wurde. Entwarnung.

Nun heisst es: entrümpeln. So vieles haben wir schon entsorgt. Die grossen Gegenstände hingegen, jede Menge bearbeitetes, altes Holz und das ganze Teppichlager, kommen in die Mulde. Am Freitag entrümpeln wir also zwei Kellerabteile, den Raum mit den Teppichresten sowie das Holz im Garten. Das bedeutet für mich: Spinnenphobie überwinden.

Erst nach der Räumungsaktion kann der Schreiner kommen und erst dann kriegen wir einen elektrischen Anschluss im Keller und können einen Tiefkühler kaufen. Ich bleibe gespannt.

Die Wahrheit über Röteli

Der gestrige Nachmittag war ein besonderer.
Ich lernte in einem Café viele Leute meiner Stadt kennen, unter ihnen die Besitzerin und den Besitzer von Paulas langjähriger Gast-Katze Röteli. Ich hatte etwas Respekt vor dieser Begegnung, weil ich nicht wusste, ob Rötelis Besitzer sauer auf Omi Paula waren. Schliesslich hatte Omi, als sie alleine im Haus lebte und ihre Demenzerkrankung weiter fortschritt, verschiedenste Katzen gefüttert.

Meine Angst war jedoch unbegründet. Es hat mich gerührt, dass es für das Paar keine Sache war, dass Omi ihre Katze gefüttert hat. Das hat mich sehr erleichtert.

Bei der Gelegenheit und dem tollen Gespräch erfuhr ich unter
anderem, dass „Röteli“ kein Männchen, sondern ein zehnjähriges Weibchen ist und in Wirklichkeit „Janis“ heisst. Ich zeigte den beiden Photos von Paulas Katzenbettchen aus diesem Blog. Und: ich konnte endlich danke sagen, dass Janis meiner Oma so viel Freude bereitet hat.

 

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Düster stimmt mich, dass in Lichtensteig aktuell fast zwanzig Katzen spurlos verschwunden sind. Viele Menschen hier haben ihr liebes Haustier verloren, wissen nicht, was mit ihm passiert ist. Ich hoffe, das klärt sich rasch auf.

Haussorgen. Hausfreuden.

Vor einigen Tagen fand die Elektrizitäts-Sicherheitsprüfung in unserem Haus statt. Ich war gelinde gesagt unruhig.
Schliesslich ist diese unsere Hütte über 175 Jahre alt und ich war mir nicht sicher, ob die letzten 20 Jahre wirklich alles immer rund in Sachen Montage lief.

So kam denn am letzten Mittwoch auch die beruhigende Entwarnung. Nur Kleinigkeiten müssen erledigt werden. Das bedeutet: wir müssen nicht grade ein Vermögen in neue Leitungen investieren. Das beruhigt mit sehr.

Am selben Tag kam auch unser Schreiner vorbei. Uns war aufgefallen, dass im Keller immer wieder gelbes Pulver aus den Balken rinnt. Die Lösung war/ist einfach: Vor vielen Jahren wurde Sand (und viel anderer Plunder) als Isolationsmaterial zwischen die Balken gestopft. Die Balken im Wohnzimmer sind noch immer stabil.

Es ist ein seltsames Gefühl, jetzt hier in der Stube zu sitzen und zu wissen, dass unter meinen Füssen ein Gemisch aus Sand und Holz zwischen den Balken liegt. Dennoch fühle ich mich hier im Haus, trotz Hochwassern und Gewittern, sicher,

Gestern begann der eine Rosenstock zu blühen. Die Blüten sind von leuchtendem Pink. Es ist das erste Mal, dass ich sehe, wie schön er ist. Ich bin dankbar.

Unsichtbare Linde. In mir.

Was mich an Omis fortschreitender Demenz so wütend macht, ist, dass ihre Krankheit uns voneinander trennt. Es ist eine verdammte, himmelschreiende Ungerechtigkeit.

Während ich das Buch beende, und immer wieder lese, was ich die letzten zweieinhalb Jahre geschrieben habe, fühle ich mich unendlich traurig. Ich schrieb über Dinge, ohne zu ahnen, was uns erwartet. So gerne würde ich Omi erzählen und zeigen, woran ich arbeite. Aber sie versteht mich nicht mehr. Sie nickt, sieht mich an und lächelt. Doch ich spüre, dass ich ihr fremd werde.

Wenn man sich in einer Beziehung trennt, dann hat man vielleicht Streit gehabt. Einer hat einen Fehler gemacht, den anderen vielleicht belogen oder betrogen. Man wird sich gegenseitig müde. Man liebt sich nicht mehr.

Aber bei Omi und mir war und ist das doch anders. Wir hatten uns immer gern. Wir haben selten gestritten. Haben so viel gesprochen. Und dennoch: diese Trennung! Wir sitzen in unterschiedlichen Zeitmaschinen, die uns von einander entfernen. Ich bin so wütend.

Ich arbeite viel im Garten und denke nach. Ich mache dieselben Arbeiten wie Omi die letzten 30 Jahre. Ich hege und pflege die Johannisbeerplantage. Pflege die Rosen. Pflanze Blumen. Kräuter.

Dann ist da noch die Linde. Sie spendet mir Trost. Ich habe sie als Kind nie wahrgenommen. Aber das kann ja nicht sein, dass sie vor zwanzig, dreissig Jahren nicht hier war. Ich finde sie auf keinem Photo.

Ihr Rauschen beruhigt mich. In ihren Ästen verstecken sich Vögel. Ich berühre ihren Stamm und denke ganz fest an mein Omi.

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Mitte der 60er Jahre

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30. Mai 2015

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ca 1983

Trost im Garten

Unser grosser Garten gedeiht und gibt viel Arbeit. Langsam schaffe ich es, ihn in ein buntes Blumenparadies zu verwandeln. Die alten Eternitkästen sind mit Geranien und Tagetes bepflanzt. Omis Rosenstöcke versprechen ebenfalls viele Blüten. Der selbstgebastelte Gemüsegarten aus Ziegeln kommt ebenfalls gut, jetzt, nachdem die Schnecken vertrieben sind.

Heute habe ich schliesslich die Johannisbeerstauden verpackt, um sie vor den Vögeln zu schützen. Als „Opfergabe“ habe ich allerdings eine Futterstelle und Meisenkugeln aufgehängt. Schliesslich soll auch die Katze von ihrem „Beobachtungsposten“ aus was zum Schauen haben.

Es ist seltsam: selbst wenn ich müde und traurig bin, die Arbeit im Garten stellt mich rasch wieder auf. Das Grün, die vielen Farben, die Weinbergschnecken und heute die Begegnung mit einer Blindschleiche bereiten mir Freude.

Die Linde sorgt für Schatten hinter dem Haus. Sie ist gross und wenn man unter ihr sitzt, hört man Rauschen, so als wäre man am Meer. In ihren Ästen sitzen Kohlmeisen. Ich liebe ihr munteres Gezwitscher. Amsel haben sich ebenfalls bei uns eingenistet. Sie werden immer frecher und lieben es, am Haus vorbei zu segeln. Oberhalb unseres Hauses lebt ein Krähenpaar. Ihr Rufen beantworte ich jeweils mit einem lauten „Kraah“.

Bei alledem, was schön ist, fehlen mir die Gespräche mit Omi. Gerade jetzt, wo ich so viel erlebe, so viel zu erzählen hätte, kann ich ihr das nicht erzählen. Es würde sie verwirren.

Ab in die Mulde

Das Haus unserer Nachbarin wird seit Montag geräumt. Es ist nur schwer erträglich, Zeuge zu sein, wie ihr Besitz in der Mulde landet. Ein ganzes Leben hat Platz in einem Container. Es ist zudem belastend, dass die Mulde noch immer da steht, selbst wenn an ihrem Haus interessierte Leute vorbei kommen.

Es erinnert mich sehr an die Räumung der Wohnung meiner Mutter. Nur hatte ich da kein Geld für eine Mulde. Ich trug Migros-Tüte für Migros-Tüte die vielen Treppen hinunter in mein Auto.

Ich wusste genau, wenn das Sozialamt die Wohnung räumt, dann darf ich nichts behalten. Meine Mutter bat mich, ihre Sachen aufzubewahren. „Für später“, sagte sie. Welches Später meinte sie wohl? Wir wussten beide, dass sie nicht mehr lange lebt.

So schleppte ich ihren Besitz in meinen Keller. Sie starb wenige Tage, nachdem ich ihre Wohnung geräumt, geputzt und dem Vermieter übergeben hatte.

Mit Omis Sachen war es zum Glück anders. Omi vergass langsam, was sie besass. Ich brauchte ihre Kleider nicht zu entsorgen, denn sie hatte sie ja mitgenommen ins Pflegeheim.

Ich bin umgeben von ihren Dingen, ihren Fotos. Und manchmal hab ich das Gefühl, dass ich sie so nicht ganz verloren habe.

Nachtrag: So lange die Mulde da steht, kommen wir mit dem Auto nicht mehr bis zum Haus.

Tage-Bücher

Ich räumte am Nachmittag weitere Kisten im Estrich aus. Dabei stiess ich, auf der Suche nach Mutters Schulheften, auf ihre Notizhefte.

Vor acht Jahren hab ich diese Hefte aus Mutters Wohnung gezügelt. Sie rochen nach Rauch. Ich verstaute und vergass sie. Heute fielen sie mir in die Hände.

Ich weiss nicht, ob es eine gute Idee war, Mutters Gedanken zu lesen. 1995 war sie 44 und ich 18. Ich war unglücklich verliebt und sie war es auch. Ich litt und schrieb. Sie litt, schrieb und trank.

Die Parallelen sind erstaunlich. Meine Mutter hat jeden meiner Besuche notiert. Ich besuchte sie damals oft. Sie hat sich darüber offensichtlich gefreut. Und doch war sie unglücklich. Sie konnte nur mit wenigen Menschen über sich selber sprechen. Sie hatte ein offenes Ohr für Probleme, besonders für jene von Männern. Darin gleichen wir uns auch.

Mich erstaunt, dass ich nichts Neues aus ihren Zeilen erfuhr. Meine Mutter sprach mit mir immer offen. Ihre Verliebtheit, die Männer in ihrem Leben, ihre Sehnsucht, all das wusste ich immer. Es ist verwunderlich, dass sie all das einem 18jährigen Mädchen anvertraut hat. Ihre geschriebenen Worte klingen genauso so, wie sie damals gesprochen hat. Ich brauche nur ihr Notizheft laut vorzulesen und ich höre die Stimme meiner Mutter.

Ich bedauere so sehr, dass sie nicht mehr lebt. Heute wüsste ich mehr zu entgegnen. Heute könnte ich besser zuhören. Wir wären uns näher, weil wir uns verdammt ähnlich sind.

So bin ich am Nachmittag in die Landi gefahren, um Blumen für ihr Grab zu kaufen. Es ist alles, was ich jetzt noch tun kann. Die direkte Zwiesprache ist beim Tod eines Menschen beendet. Es sind nur noch die Gedanken und meine Gefühle, die da sind.

Auf ihrem Grab wachsen wunderschöne Tulpen. Ich habe sie im Winter 2007 gepflanzt. Die Tulpen sind dunkelrot, gelb und schwarz. Ihre Blütenblätter sind spitz. Sie sind stark, denn sie haben den Winter im Toggenburg überlebt. Und trotz allem sind sie zerbrechlich.

 

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